Lamia, (220 km von Athen entfernt), die Hauptstadt der Präfektur Ftiothida mit bedeutendem Handel, liegt an der pinienbestandenen Südwestseite des Berges Othris nahe beim Fluß Sperhios. Die Stadt wird beherrscht von der auf einem Hügel thronenden Kreuzritterburg, die auf der Stelle der alten Akropolis steht. Auf dem anderen Hügel befindet sich die Kirche des Hlg. Lukas, die zwischen dem 19. und 20. Jh. erbaut wurde und eine herrliche Aussicht auf die Bucht von Maliakos bis zu den Küsten von Euböa (Evia) bietet. In der Stadt selbst gibt es eine interessante archäologische Sammlung mit Funden der klassischen und hellenistischen Epoche, Tongefäße, Skulpturen, Statuen, Idole der geometrischen Zeit. Die öffentlichen Bauten, Hotels und Tavernen liegen alle um die vier Plätze der Stadt, von denen jeder seinen eigenen Charakter hat: die Metropolis - Kirche, Platanen und Brunnen, das Denkmal für den Helden des griechischen Befreiungskampfes Athanassios Diakos, und das Denkmal des Kämpfers im griechischen Befreiungskrieg (Tsolias). Der historische "Thermopylen - Pass" ist 18 km südöstlich von Lamia gelegen. Die Statue des Leonidas und das Grabmal der 300 Gefallenen erinnern an die heroische Schlacht von 480 v. Chr. 3 km von dort entfernt befindet sich die historische Brücke von Alamana. Am Nordosthang des Kalidromo-Berges liegt der Ort Mendenitsa. Kamena Vourla weiter südlich ist dank seiner Heilquellen ein bekannter Kurort und darüber hinaus allgemein beliebt bei Sommergästen. Die am Meer gelegenen Städtchen Agios Konstandinos, Arkitsa als Überfahrtspunkt für Ädipsos, wie auch die schönen Strände von Asproneri, Agios Serafim, und Agios Nikolaos, bieten ruhigen Aufenthalt und begeistern alle, die gern baden und frischen Fisch essen. Über wundervolle Sandstrände verfügt auch Livanates mit seiner alten Kirche zu den Hlg. Theodoren. Bevor Sie nach Atalandi abbiegen, lohnt sich ein Zwischenstop im Hafenstädtchen Skala, in Malessina mit der windgeschützten Bucht von Theologos und in Martino mit seinem wohlschmeckenden Mizithra-Käse. Gegenüber von Skala liegt das malerische Inselchen Talandonissi. Nächste Station ist Atalanti, lokaler Mittelpunkt für Landwirtschaft und Handel. Im Zentrum der kleinen Provinzstadt die sehenswerte Katakombe des Hl. Athanasios. Westlich von Atalanti kann man Elatia und Tithorea besuchen, Gegenden mit viel Grün und von archäologischem Interesse, wie auch Amfiklia, das Ausgangspunkt für die Wintersportanlagen des Parnass ist. Westlich von Lamia kommen wir zu einem besonders geschichtsträchtigen Ort Zentralgriechenlands, nach Ipatis. Er liegt an den Hängen des Iti-Berges (wo sich auch das Naturschutzgebiet "Ethnikos Drimos" befindet) inmitten von Platanen, Zypressen und Eichen mit einem bezaubernden Panoramablick bis hinunter aufs Meer. In sämtlichen historischen Epochen Griechenlands hat Ipatis eine Rolle gespielt. Bekannt ist auch das gleichnamige Thermalbad Loutra Ipatis mit gutem Hotelangebot. 7 km von Ipatis entfernt steht ein bedeutendes Baudenkmal, das aus dem 15. Jahrhundert stammende Kloster Moni Agathonos. Nicht nur historische Stätten lohnen einen Besuch, sondern auch das Naturkundliche Museum von Iti. Die Dörfer des Iti-Berges mit ihren Platanen und Obstbäumen - darunter auch das Dorf Pavliani - spenden dem Gast in heißen Sommermonaten angenehmen Schatten. Makrakomi im Tal des Sperhios steht an der Stelle des antiken Makrakomi und ist heute Verkehrsknotenpunkt und Handelszentrum. Als weiteres Dorf mit gleichnamigen Heilquellen ist Platistomo (34 km westlich von Lamia) erwähnenswert. |
Reiseführer Lamia
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