Eine Brücke verbindet die vom Festland abgetrennte Halbinsel. Hinter Stadtmauern verbirgt sich eine einzigartige und unversehrte mittelalterliche Stadt, heute beliebter Zufluchtsort von Künstlern. Stattliche Herrenhäuser stehen neben zahlreichen Kirchen, etwa 40 an der Zahl, darunter die Agia Anna, Basilika des 14. Jahrh., Agios Nikolaos aus dem 18. Jh., Panagia Kritika, Agios Stefanos in italienisch - byzantinischem Stil (16. Jh.) und die Kirche Agios Pavlos aus dem 10. Jahrhundert. Sehr bedeutend ist die Kirche Elkomenou Christou aus dem 13. Jh. und Metropolkirche von Monemvassia mit vier byzantinischen Ikonen und zwei kaiserlichen Thronsesseln aus Marmor. Die Häuser zeigen häufig venezianischen Einfluß mit den Kaminen an der Ostseite des Hauses und den zum Meer gewandten Balkonen. Ein Kastro beherrscht die Felsspitze, und am Rande eines steilen Kliffs steht die Kirche Agia Sophia (13. Jh.) mit einem sehr seltenen achteckigen Innenraum, darüber die in ihren Ausmaßen beeindruckende Kuppel. Wandmalereien sind nur noch schwach erhalten. 1000 m vor der Brücke, die Monemvassia mit dem Festland verbindet, beginnt Nea Monemvassia, moderner Touristenort mit schönen Stränden zum Schwimmen. Nordwestlich von Monemvassia folgen wir der Straße nach Sparta und treffen auf Molai, landwirtschaftlich geprägtes Provinzstädtchen mit den Resten einer mittelalterlichen Burg und einer frühchristlichen Kirche. Interessant sind im Gebiet von Halasmata die Mosaikfußböden dreier zerstörter Tempel aus dem 6. Jahrhundert. 9 km von Molai entfernt stoßen wir auf die Bucht von Elias, mit einem der schönsten Strände der Peloponnes. Südlich von Monemvassia liegt Neapoli, kleine Küstenstadt und beliebter Sommerkurort vor allem für Griechen. Es gibt herrliche lange Sandstrände, außerdem ist es der Zugang zum Inselchen Elafonissi, die den Eingang in die Bucht von Neapoli teilweise versperrt, auch sie mit wundervollen Stränden und einer Fülle von Sandhügeln. Das Gebiet ist berühmt für seinen Fischreichtum. Nördlich von Monemvassia und südöstlich von Sparta besuchen wir das malerische Dörfchen Kiparissi, inzwischen beliebtes Ferienziel für Individualisten. Drei ausgedehnte Sandstrände in drei aneinandergereihten Buchten erfreuen den Sommergast. Diejenigen, die Zeit, Geduld und Liebe für die einzigartige griechische Natur empfinden, wenden sich mit besonderer Freude Lakonien zu, dem Südzipfel der Peloponnes. Viele große und kleine Schätze warten auf ihre Entdeckung. Monemvassia liegt auf einem felsigen Vorgebirge mit dem Namen Minoas. Man vermutet, daß die Minoer ihn einst als Flottenstützpunkt nutzten. Erstmals befestigt wurde die felsige Halbinsel von Griechen aus Lakonien. Im Laufe der Jahrhunderte eroberten sie Normannen, Byzantiner, Venezianer und schliel3lich die Türken, die 1823 vertrieben wurden. |
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