Die größte Stadt ist Githio, modern mit Inselcharakter und neoklassischen Häusern. Nach Siedlungsspuren aus prähistorischer Zeit war sie u.a. eine Handelsstadt der Phönizier, die mit den an den Stränden der Umgebung reichlich vorhandenen Purpurschnecken Handel trieben. Nördlich der heutigen Stadt befinden sich die antiken Mauerreste der Akropolis, des Theaters und einiger römischer Bauten. Das Rathaus beherbergt eine kleine Sammlung antiker und byzantinischer Gegenstände. Die Insel Marathonissi, das antike Kranai, heute mit Githio verbunden, war der Legende nach der Zufluchtsort des Paris und der schönen Helena. In ihrer Mitte erhebt sich der Wohnturm Tsannetakis. Es lohnt sich auch ein Abstecher zu dem östlich von Githio gelegenen fränkischen Kastell Passava. Rundum Githio gibt es wunderschöne Strände. Itilo (Oitylon 82 km von Sparta) ist ein Fischerdorf mit einem natürlichen Hafen und an der Stelle einer antiken Stadt erbaut, die schon Homer erwähnte. Ausgrabungen brachten Teile eines Tempels, mykenische Schalen und Reste einer Stadtmauer ans Licht. In der Nähe gibt es das Kloster Delouka aus dem 18. Jahrhundert mit Wandmalereien und die Ruinen der Festung Kelefa. Areopolis ist 72 km von Sparta entfernt und erhielt seinen Namen entweder vom Kriegsgott Ares oder aufgrund einer anderen Deutung von den auf der Mani heftig wehenden Winden. Die Stadt steht unter Denkmalschutz. Die historische Kirche der Taxiarchen hisste während der griechischen Revolution von 1821 die griechische Flagge. Der Hafen von Areopolis ist Limenas mit dem Familiensitz der Mavromichalis, der heute als Museum dient. Das Dorf Pirgos Dirou ist ein typisch maniatisches mit einer Fülle von Wohntürmen, aber auch bekannt wegen der berühmten Tropfsteinhöhlen Diros, Alepotripa, Katafigi und Glifada. Mit der Erforschung der Höhlen hat sich das Ehepaar Petrochilou befaßt. Es entdeckte menschliche Knochen und Versteinerungen aus dem Neolithikum. Die vielen Funde lassen darauf schließen, dai3 in der Höhle Alepotripa eine bedeutende prähistorische Siedlung existierte. Die Höhlen kann man größtenteils mit dem Boot befahren. Ein weiteres typisches Dorf ist Gerolimenas am Meer gelegen mit natürlichem Hafen, umgeben von Kakteen und Olivenhainen. Von dort kann man mit einem Boot die Südspitze der Mani besuchen, das Kap Tainaro, das auf dem Landweg nur schwer zu erreichen ist. Unterwegs ist Porto Sternes wichtige Station mit dem Heiligtum des Poseidon Tainarios und der kleinen Kirche Asomatos, die mit den Bausteinen des Tempels errichtet wurde. Weiter unten befindet sich die Adi - Höhle, wo Poseidon verehrt wurde. Auf dem Weg zum Kap Tainaro und nach Porto Kagio erkennt man zum Berggipfel blickend das Kastell Maina. Das Dorf Vathia im südlichsten Teil der Mani und mit dem Auto erreichbar ist eine besondere Sehenswürdigkeit mit seiner Ansammlung von Turmhäusern, die gröBtenteils von der G.Z.F restauriert und in Gästehäuser umgewandelt wurden. Auch vom Dorf Kotrona befahren Boote die Route Kokkala, Agios Kiprianos bis nach Porto Kagio und Tainaro. Der mittlere der drei Ausläufer der Südpeloponnes ist die Halbinsel Mani, benannt nach der Festung von Maina, die Guillaume de Villehardouin zur selben Zeit wie das Kastell von Mystras erbaut hat. Die Mani erstreckt sich von Githio bis hin zur felsigen Südspitze, dem Cape Tenaro. Die Landschaft ist geprägt von Wohntürmen aus Naturstein, die sich oft zu Dörfern gruppiert haben, von der grauen unfruchtbaren Erde, rauhen Winden und dem endlosen Meer. |
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