Eines der wichtigsten Heiligtümer der Antike ist dem olympischen Vater der Götter, Zeus, gewidmet. Olympia ist der Geburtsort der olympischen Spiele und auch der Ort, wo sie bestritten wurden. Das Gebiet von großer landschaftlichen Schönheit wurde seit dem dritten Jahrtausend vor Christus und der spät-myzenaesischen Periode ununterbrochen bewohnt und wurde zum religiösen Mittelpunkt. Die Ausgrabungen von Olympia begannen im May 1829, zwei Jahre nach dem Streit von Navarino, der von französischen Archäologen ausgetragen wurde. Die Funde (Metopen des Opisthodomus and Teile der Metopen des Vortempels des heiligen Tempels des Zeus) wurden zum Louvre verlegt, wo sie immer noch ausgestellt werden. Als die griechische Regierung von den Plünderungen der Kunstgegenstände erfuhr, stoppten sie die Ausgrabungen. Sie wurden erst 45 Jahre später von deutschen Archeologen wieder aufgenommen. Die Untersuchungen werden bis heute von dem deutschem Institut für Archeologie in Athen und dem Ephorate von Altertümern in Olympia fortgeführt. Die Heiligtümer von Olympia befinden sich in einem grünen Hain am Fuße des Hügels von Kronion, wo sich die Flüsse Alpheisos und Cladeoa treffen. Das Tal entlang der zwei Flüsse war in den vergangenen Zeiten mit wilden Olivenbäumen, Pappeln, Eichen, Pinien- und Plantanen-Bäume bewachsen und es waren diese Vielzahl der Bäume, die diesem heiligem Ort dem Namen Atlis ("Hain") gaben. Altis ist die Bezeichnung für das Gebiet in Olympia, was die religiösen Hauptgebäude, Tempel und Opferstätten des Heiligtums umfassten. Außerhalb dieser Eingrenzung lagen die Hilfsgebäude, die Häuser der Priester, Bäder, die Vorbereitungszone der Athleten und Gasthäuser mit anderen Gebäuden. Die Anfänge dieses Kultes, genauso wie die mythischen Auseinandersetzungen, die in Olympia stattfanden, ging im Laufe der Jahrhunderte verloren. Am Ende der Mycenaean Ärea waren schon Einrichtungen auf dem Gebiet und in der Geometric und frühen Archaic-Periode wurden die ersten einfachen Gebäude der Heiligtümer gegründet. Die Spiele begannen um 776 v. Ch. zu Ehren des Zeus. Pelops, der König der Peloponnese, war der Legende nach ihr Gründer. Die Spiele, die vom Anfang bis zum Ende von einem religiösen Charkater und strengen Ritualen dominiert wurden, fanden anfänglich auf einer freien Fläche vor dem Tempel statt. Später als die Athleten an den Spielen teilnahmen und auch die Zuschauerzahl zunahm, wurden sie in gut organisierte Einrichtungen verlegt. Zur selben Zeit wurden die Veranstaltungen zahlenmäßig bereichert. Die unzähligen Opfergaben des 7.-6. Jahrhundert v. Chr. fanden außerhalb auf Bäumen, Altaren oder in Alkoven des Heiligtums statt. Die wichtigste Opfergabe waren Dreifüße und Kessel aus Bronze von hervorragender Qualität, Kriegsbeute (hingen an Pfählen) und andere Kunstobjekte und Instrumente für die Spiele. Im Laufe der Jahrhunderte nahm der architektonische Grundriss des Heiligtums Gestalt an, und wurde dann letztendlich bis zum Ende des 4. Jahrhunderts v. Ch. vervollständigt. Olympia galt immer als ein Ort der politischen Wiederspiegelungen und die Spiele fielen oft, besonders während der Spät-Antike, den poltischen Machtspielen der bedeutenden Herrscher wie Philipp II, Alexander der Große und deren Nachfolger zum Opfer. Nach der totalen Unterwerfung Griechenlands durch Rom nahmen auch Römer, die ihre authentische griechische Herkunft beweisen wollten, an den Spielen teil. Aber bei ihnen trat der idealistische und glanzvolle Geist der Spiele kaum zum Vorschein. Direkt abhängig von den Spielen und dem Heiligtum von Olympia war die Stadt Elias, deren einzigstes Interesse der Vorbereitung und Verrichtung der Spiele galt. Jeder, der schon Erfahrungen mit einem wilden Wintersturm in dem Alpheios Tal gesammelt und den glänzenden Himmel mit blendender Beleuchtung gesehen hat, oder wer an einem stickigem Sommertag von der Ur-Gewalt eines plötzlich auftretendem Gewitters überrascht wird, wird keinen Grund haben, daran zu zweifeln, daß dieser einsamer Teil der westlichen Peloponnese in der Tat das wichtigste Heiligtum des Zeus ist, dem Vater der Götter, der handhabend über Blitz und Donner ist. Klaus Herrmann "Olympia. Das Heiligtum und der Wettkampf" Geist und Körper, Athen 1989 Einige der wichtigsten Monumente sind: Der Tempel des Zeus Der dorische, peripterale Tempel ist das Kunstwerk des eleanischen Architekten Libon, gebaut um 470-456 v. Chr. Er wurde auf der Südseite des Altis auf einem freien Landstück errichtet. Die Dimensionen des Doric Tempels waren imponierend, auf diese Weise verliehen sie dem Tempel ein eindruckvolles Bild. Auf der gleichen Weise wie der Heraion, nahm der Tempel des Zeus eine vorherrschende Stellung bei den Heiligtümern ein. Das verdankte er seiner Größe, den steinernden Säulen an seinen Seiten und die großartigen Ziergiebel mit bildhauerischen Kompositionen in herben Stilen, an denen Apollo und Zeus als ihre zentrale Figuren dargestellt wurden. Die zwölf Metopes auf dem Tempel stellen die Taten des Herkules dar. Nach dem Überqueren des Pronaos betrat der Besucher die drei Seitenzellen, in der die herrliche Statue des Zeus aus Gold und Elfenbein stand, eines der sieben Weltwunder der alten Welt. Die Statue war 12 m hoch und stellte den Herrscher Zeus dar, sitzend auf einem Thron, in der linken Hand seinen Zepter und in der rechten eine geflügelte Nike haltend. In der Nähe des Opisthodomus des Tempels wächst ein wilder Olivenbaum, der "Callistephanos Elaia", aus dessen Zweige die Siegerkränze geformt wurden. Der Tempel von Hera Ein Doric Tempel, der Ende des 7. Jahrhunderts v. Chr. konstruiert wurde. Der Heraion ist einer der ältesten Exemplare eines Tempels von monumentalem Ausmaß in der griechischen Architektur. Ursprünglich aus Holz gemacht, war er ein reich verziertes, großes Gebäude mit drei Einzelzellen, in denen die Statuen der Hera und des Zeus standen. Das Stadion Seine heutige Form reicht bis zum frühen 5. Jahrhundert v. Chr. zurück. Die Sportbahn hat eine Länge von 212, 54 m und eine Weite von 28, 50 m. Am Südhang des Stadions befand sich eine steinernde Plattform, die für die Hellanodikes (die Schiedsrichter) gedacht war und auf der gegenüberliegenden Seite stand der Altar zu Ehren des Demeter Chamyne. Das Stadion konnte 45 000 Zuschauer aufnehmen. Das Philippeion Ein rundes, peripterales Gebäude, dessen Bau von Philipp II nach der Schlacht von Chaeroneia (338 v. Chr.) veranlasst wurde und von Alexander des Großen beendet wurde. Es wurde als Kultstätte der Helden der macedonischen Dynastie benutzt. Die Statuen waren Kunstarbeiten von Leochares. Das Leonidaion Das Gästehaus wurde ca. 330 v. Chr. gebaut und wurde nach seinem Architekten und Spender, Leonidas of Naxos, benannt. Während der Spiele wurden die wichtigsten ausländischen Gäste und Beamte in diesem Gebäude beherbergt. Die Werkstatt des Pheidias Gebaut für Hausarbeiten, wurden hier die Arbeiten an der goldenen und elfenbeinernen Statue des Zeus durchgeführt. In und um der Werkstatt wurden Werkzeuge, terra-cotta Abdrücke und andere Kunstprodukte entdeckt, die mit den Arbeiten der Künstler in Verbindung gebracht werden konnten. Die Palaestra Errichtet während des 3. Jahrhundert v. Chr., war es der Austragungsort für Wrestling, Boxen und Springen. Das Gymnasium Geschlossenes rechteckiges Gebäude mit einem großem Platz, das im zweitem Jahrhundert v. Chr. gebaut wurde. Hier trugen die Athleten Sportereignisse wie Speerwerfen, Diskuswerfen etc. aus. Das Prytaneion Wurde am Anfang des fünften Jahrhundert v. Chr. konstruiert und beherbergte die Prytans (Amtsträger des Heiligtums). Der heilige Herd mit dem immerwährenden Feuer lag an einem vertraulichem Ort im Inneren des Hauses. Die Schatzkammer Megaron konstruierte die kleinen Tempel, die hauptsächlich den griechischen Städten und Kolonien gewidmet wurden. Vorhanden sind die Überbleibsel von 12 Tempel, aber nur 5 von denen konnten auf irgendeiner Weise mit Gewissheit identifiziert werden; und zwar die Tempel, die von den Städten Sicyon, Selinus, Metapontium, Megara und Gelas gebaut worden sind. |
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