Das überwiegend gebirgige Land im Nordwesten der Peloponnes war, wie Ausgrabungen bezeugen, zwar schon in prähistorischer Zeit besiedelt, spielte aber bis ins 4. Jh. v. Chr. politisch kaum eine Rolle, auch nach der Einwanderung der Achäer nicht, die von den Dorern aus ihrem Stammland Argolis verdrängt sich hier ansiedelten und der Landschaft ihren Namen gaben. Erst als Reaktion auf das Eindringen der Makedonen schlossen sich die Städte Achaias 281 v. Chr. zum Achaischen Bund zusammen, der bis 146 n. Chr., als Griechenland von den Römern unterworfen wurde, das Schicksal der Peloponnes mit bestimmte. Aus der geschichlichen Bedeutungslosigkeit der folgenden Jahrhunderte tritt Achaia erst nach dem IV. Kreuzzug hervor, als die Franken hier das Fürstentum von Achaia gründeten (1205), das in der Folge allmählich an die byzantinischen Prinzen von Mistra überging, zeitweilig den Venezianern gehörte und 1460 endgültig an die Türken fiel. Im griechischen Freiheitskrieg von 1821 spielte Achaia von Anfang an eine besondere Rolle, wurde selbst aber erst 1828 befreit. Das Christentum hat in Achaia früher als anderswo in Griechenland Fuß gefasst, hat doch in Patras der Apostel Andreas gelehrt und den Märtyrertod erlitten. |