Die antike Stadt Pella wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. als Hauptstadt Makedoniens gegründet. Sie war erbaut nach dem bekannten "Ippodamischen" System der regelmäßigen rechtwinkligen Wohnquadrate mit imposanten Bauten, breiten Strassen und einem bewundernswerten Wasserversorgungssystem. Pella wurde ab dem 4. Jh.v. Chr. das bedeutendste politische Wirtschafts - und Verwaltungszentrum des makedonischen Reichs. Zu sehen sind Teile der Stadtmauer, der Palast, die Tempel der Aphrodite, der Demeter und der Kybele, der Markt, der Friedhof und Wohnhäuser. In zweien dieser Häuser fand man grossartige Fussboden mosaike, die wohl besten Beispiele für die Kunst des Mosaiklegens überhaupt (im Museum). König Archelaos, ein Förderer der Künste (413 bis 393 v.Chr.), verließ seine alte Hauptstadt Aeges und baute einen neuen Palast in Pella, der von dem großen Maler Zeuxis ausgestaltet wurde. Hier verbrachte Euripides seine letzten Jahre, während der große Philosoph Aristoteles in der Mitte des 4. Jh. hier den jungen Alexander, den Erben des makedonischen Thrones, unterrichtete. Als man im Jahre 1956 systematisch zu graben begann, entdeckte man das Zentrum der alten Stadt, die nach dem System des Stadtplaners und Architekten Hippodamos erbaut worden war. Berühmt sind die Mosaikböden mit Szenen aus der Mythologie, die man in Privathäusern und öffentlichen Gebäuden fand. Man kann diese im örtlichen Museum bewundern. |
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