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 Reiseführer Rethymno

Die drittgrößte Stadt Kretas liegt an der Nordküste zwischen Iraklion und Chania. Der erste Eindruck, den diese reizvolle, verträumte Stadt auf einen macht, ist vollkommen südländisch. Die vielen Minaretts und Holzhäuser machen den türkischen, manche Bauten wie die Moschee auf der Festung einen fast afrikanischen Charakter dieser alten Hafenstadt aus, die das wechselvolle, immer wieder von Naturkatastrophen und Kriegsgeschehen heimgesuchte Schicksal ganz Kretas mitgemacht hat und noch immer widerspiegelt. - Aus minoischer Zeit gibt es hier nur sehr spärliche Spuren, die sich heute im Archäologischen Museum in Iraklion befinden.
Geschichte:
In der Antike hieß die Stadt Rithymna. Unter den Venezianern gewann der Hafen an Bedeutung. Eine Umfassungsmauer wurde errichtet, die heute größtenteils zerstört ist. 1571 wurde die Stadt von den Türken geplündert und gebrandschatzt. Aber erst 1645 wurde sie endgültig von den Türken besetzt, die sie zum Paschalik, zur Hauptstadt Kretas, ausriefen.
Innenstadt:
Rethymnon weist unwahrscheinlich enge Gassen mit oft erstaunlich hohen Häusern auf. Sehenswert sind die zahlreichen Balkone mit schöner venezianischen Schmiede- oder türkischer Holzschnitzarbeit, die kleinen arabisch getäfelten oder mit venezianischen Schmiedeeisen verschlossenen Türen, die kunstvollen Steinmetzarbeiten an Bogenwölbungen, Säulchen und Pilastern. Hübsch sind die vielen kleinen bunten Häuser mit schmiedeeisernen Balkonen und die Holzladen am Hafen.
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