Das Plateau von Knossos, 5 km östlich von Heraklion, war seit Beginn der Jungsteinzeit bewohnt. Der erste Palast der Minoer, dessen Baujahr auf 1900 v.Chr. anzusetzen ist, wird durch ein Erdbeben zweihundert Jahre später vollständig zerstört und auf seinen Trümmern ein zweiter Palast errichtet, noch größer und luxuriöser. Aber auch dieser fallt bei einem Erdbeben in Schutt und Asche. Noch einmal, um 1700 v.Chr., entsteht über den Grundmauern eine prächtige Palastanlage, der jedoch später dasselbe Schicksal beschieden ist durch eine Flut- welle, ausgelöst durch den gewaltigen Vulkanausbruch auf der Insel Thera (Santorin) 1450 v.Chr., wird nach einer Theorie der Palast schwer beschädigt und 50 Jahre spater, in denen er trotzdem noch benutzt werden konnte, durch eine Feuersbrunst vollständig und endgültig zerstört. Die minoischen Paläste waren nicht nur Herrschersitz sondern auch Verwaltungs - und Religionszentrum der ganzen Region. Zum Komplex der Hauptstadt des minoischen Königreiches gehörten außer dem Palast des Minos die Wohnhäuser der Würdenträger und Priester, die rings um den Palast angeordnet waren (das Kleine Palais, die Karawanserai, das Haus mit den Fresken u.a.), die Häuser der einfachen Bevölkerung und die Grabstätten. Der Königliche Palast selbst, eine riesige, mehrgeschossige Anlage auf einem Areal von 22.000 qm, muß mit seinem unentwirrbar erscheinenden Ineinander und Nebeneinander von Räumen, die um den Zentralhof angeordent waren und außer den königlichen Gemächern auch Kultstätten, Schatzkammern, Werkstätten und Vorratsräume umfaßten, tatsächlich wie ein Labyrinth gewirkt haben. |
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