Gortyn (Gortis): 46 km südlich von Heraklion. Gortyn erlebte seine Blütezeit während der römischen Herrschaft, als es Hauptstadt der Provinz Kreta und Kyrene wurde. Die Anfänge der Stadt liegen aber bereits in minoischer Zeit, wie die Ruinen eines Landhauses aus dem 16. Jh.v.Chr. bezeugen. Besichtigen kann man heute das Prätorium (den Sitz des römischen Provinzialstatthalters) und das Nymphäon (Nymphenheiligtum), beide aus dem 2. Jh.n.Chr, Ausserdem den Tempel des Pythischen Apoll, das Heiligtum der Ägyptischen Götter Isis und Sarapis und das Odeum, in dessen Wand sehr viel ältere Steintafeln mit der längsten erhaltenen griechischen Inschrift eingelassen sind, die das Privatrecht von Gortyn und die Bußen für Übertretungen festlegte - die ältesten erhaltenen Gesetze des Abendlandes, die um 500 v.Chr. in dorischem Dialekt abgefasst und von Platon in seinen «Nomoi» (Gesetzen) so bewundernd zitiert wurden. |
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