Nach Halkida (Chalkis), der Hauptstadt Euböas (81 km von Athen), führt eine Abzweigung der Autobahn Athen - Lamia. Auf der Fahrt über die Zugbrücke, die die Meerenge von Euripos überspannt, kann man jenes merkwürdige Gezeitenphänomen beobachten, für das schon Aristoteles in der Antike eine Erklärung zu finden suchte. Der Name der Stadt, die sich an derselben Stelle befindet, an der das antike Chalkis lag, läßt sich vom griechischen Wort für Kupfer (chalkos) ableiten, da die Haupteinnahmequelle der Bewohner die Verarbeitung von Kupfer war oder auch vom phönizischen "kalchi" (Purpur) wegen des reichen Vorkommens von Porphyrschnecken, die hier zum Färben der Purpurstoffe verwendet wurden. Im Altertum war die außerordentlich bedeutende Handelsstadt mit ihren zahlreichen Kolonien berühmt auch für ihre imposanten Tempel, die Zeus, Apollon und Hera geweiht waren. Wertvolle Funde aus dieser Zeit kann man im archäologischen Museum der Stadt besichtigen, wie die kopflose Statue der Athene, das Dionysosrelief, die Darstellung vom Raub der Amazone Antiope durch Theseus. In der byzantinischen Basilika Agia Paraskevi, innerhalb der mittelalterlichen Festung, werden Wappen und Inschriften aus dem 14.Jh. ausgestellt. In der Stadt gibt es viele Hotels sowie Restaurants, mit reichhaltigem Angebot an Fischen. |
Reiseführer Halkida
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