Die Inselhauptstadt Kos an der flachen Nordostküste gruppiert sich um einen kleinen Bootshafen mit einer breiten Mole für die Fährschiffe, im Schutz des mächtigen Johanniterkastells, errichtet in den Jahren 1450 bis 1478 auf den Fundamenten einer älteren Burg und mit Baumaterial aus der Antike. Innerhalb der Festungsmauern ist eine Sammlung von Skulpturen und anderen Relikten der italienischen Ausgrabung zu besichtigen. Weitere Sehenswürdigkeiten in der freundlichen, sauberen, palmenbestandenen Stadt sind der Platz mit der von Hippokrates gepflanzten Platane (der Überlieferung nach hat er dort gelehrt), das Gymnastirion (die antike Sportstätte), die Agora (Alter Markt), das römische Odeon, die Villa Casa Romana mit sehr interessanten Mosaiken, das Archäologische Museum, das Brunnenhaus, zwei Moscheen und vieles mehr. Sehr lohnend sind verschiedene Landausflüge, z.B. die fruchtbare Nordküste entlang mit Abstechern nach Tigaki (12 km) und Marmari (15 km), zwei reine Ferienorte mit allen notwendigen Einrichtungen. Die gesamte Nordküste eignet sich besonders gut zum Windsurfen. Oder Sie fahren über den Gebirgsrücken bei Antimachia (25 km) nach Süden und besuchen Kardamena (31 km), Ausgangspunkt für die Fahrt zur Vulkaninsel Nisyros, gleichzeitg ein attraktiver Ferienort mit 6 km langen Sandstränden. In der Nähe von Antimachia befindet sich ein weiteres Kastell der Johanniter, durch seine Lage auf einem Felsplateau und seine gewaltigen Ausmaße einen Besuch wert. Auf der Innenseite des Eingangs ist das Wappen des Ritters Pierre d’ Aubusson zu erkennen; er ließ die Burg 1494 zum letzten Mal erneuern. Reizvoll sind ebenfalls die Bergsiedlungen um Asfendiou herum, z. B. Evangelistria (13 km), Zia (14 km), Agios Dimitrios (15 km) und Lagoudi. Wer gut zu Fuß ist, kann auf alten Wanderwegen vom Asklepieion dorthin gelangen. Ganz in der Nähe des Dorfes Pyli (15 km) können Sie bewaldete Berghänge ersteigen und die verlassene Siedlung Altpyli sowie die Ruinen einer dritten Ritterburg hoch oben auf der Bergspitze - auf 360 m Höhe - bewundern. Die Burg besitzt eine phantastische Lage. Geologisch interessant ist der Westteil der Insel: die verwitterten Hügel aus Tuffgestein, die kleineren und größeren Schluchten, die idyllischen Südküsten mit den schwefligen Thermalquellen im Meer, das winzige Inselchen Agios Nikolaos, der Bergort Kefalos (43 km) oder das abgelegene Kloster Agios Ioannis. Abseits der Touristenströme befindet sich "Therma", eine warme schwefliche Quelle im Meer. Man erreicht sie am Ende der südöstlichen Fahrstraße, 15 km nach der Stadt Kos. Badestrände erfordern keine lange Suche: sie sind überall vorhanden, sogar in Stadtnähe. © Helga Kanellakis |
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