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 Reiseführer Chalkidiki

Drei Halbinseln, die die Agais "durchbohren" wie ein lebendiger Dreizack des Posseidon. Ein faszinierender Ort voller Gegensätze: 500 km Küsten mit endlosen Sandstränden neben Buchten, die in Felsen eingemeisselt scheinen und tiefgrünen Bergen mit Nadelwäldern, die bis zum Wasser reichen. Unendliches Blau und tiefes Grün, Duft von Harz und Salz, dies ist die Chalkidiki. Ein natürliches Paradies mit einer modernen Tourismusinfrastruktur, nur einen Atemzug von Thessaloniki und ihrem einmaligen Handelszentrum entfernt und doch unberührt von den schädlichen Folgen der Technik.
Die erste schriftliche Erwähnung Chalkidikis findet sich in Herodots Beschreibung der Persischen Kriege. Demnach vereinigten sich gegen Ende des 5. Jhs. v. Chr. die 32 bedeutendsten Städte der Halbinsel unter der Führerschaft der Stadt Olynthos zum Chalkidischen Bund. Er zog aufseiten Athens um 352 v. Chr. gegen Philipp von Makedonien, den Vater Alexanders des Großen, in die Schlacht, um dessen Eroberungszügen zur Unterwerfung ganz Griechenlands Einhalt zu gebieten. Diesem Unternehmen war kein Erfolg beschieden; Philipp marschierte gegen die Chalkidiki, zerstörte alle dem Bund angehörenden Städte und gliederte das gesamte Gebiet seinem aufstrebenden Königreich ein. Wie bekannt, setzte sein Sohn Alexander der Große diese Expansionsbestrebungen fort und erreichte nur wenige Jahre später die Ufer des Indus. Nach dem Niedergang Makedoniens wurde die Chalkidiki zuerst Teil des Römischen Reiches, danach gehörte es zu Byzanz. Im Mittelalter kam es immer wieder zu Überfällen durch germanische und slawische Stämme, und im 6 Jh. wurde die Chalkidiki von den Hunnen total verwüstet. Im 9. Jh. entstanden auf dem Berg Athos die ersten Mönchsgemeinschaften. Sie begannen sehr bald, die fruchtbaren Täler landwirtschaftlich zu nutzen. Bald danach, im 10. Jh., wurden sie der kaiserlichen Rechtsprechung von Byzanz unterstellt.
Vom 13. bis 15. Jh. befand sich das Gebiet abwechselnd unter venezianischer oder byzantinischer Herrschaft. Die Türken eroberten die Chalkidiki im Jahre 1430 und hielten sie bis 1912, als Makedonien endlich mit dem Rest Griechenlands vereinigt wurde.
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